Tipps für Ihre
Blaue Reise

Home

 

Allgemein

 

Routen

 

Gület Charter

 

Kabinencharter

 

Anfrage

 

Fragen

 

 

Wissenswertes von A bis Z

 



Das findet Ihr hier

Ankunft am Flughafen
Archäologische Stätten
Autofahren
Diplomatische Adressen
Einkaufen
Essen und Trinken
Fahrzeugpapiere
Feiertage
Geld
Gesundheit
Impfungen
Kleidung
Leihwagen
Moscheen
Notrufnummern
Post und Telefon
Strom - Elektrizität
Toiletten
Verkehrsregeln
Werkstätten
Zeitverschiebung


Das Gökova Segelrevier

Neu: interaktive Karte der Segelgebiete für die Blaue Reise



BLUECRUISE.ORG ist
ansässsig in Bodrum und versteht sich als Mittler zwischen dem Urlaubssuchenden und Bootseigner. Die hier vorgestellten Schiffe sind von uns begutachtet und als zuverlässig und seriös ausgewählt worden.

Karlheinz Klüter
Tel.:(+90 252) 317 2660
Fax:(+90 252) 317 2661


"Die kleinen einladenden Häfen und Bucten bieten einen intimen Einblick in das Leben der ägäischen Küstenbewohner, Bereiche, die große Schiffe niemals anlaufen können.
Eine Gület kann man in etwa mit einem Full-Service-Hotel vergleichen, in dem jedes Zimmer Meerblick garantiert, doch die Szenrie wechselt täglich.
"


5 gute Gründe
ein eigenes Schiff zu chartern


1.
Du bist nur mit Deiner Familie oder Deinen Freunden zusammen

2.
Es ist die eigene schwimmende Villa

3.
Man ist weg vom Massentourismus und folgt seiner eigenen Route

4.
Lass Dich verwöhnen von einer Crew die nur an Dein Wohlsein denkt

5.
Exclusivität:
die Insel, der Strand oder die Bucht sind nur Dein

Diesee Seite wird z.Zt. weiter bearbeitet

Ankunft und Einreise:
Für einen Aufenthalt bis zu drei Monaten ist kein Visum erforderlich. Deutsche Staatsbürger benötigen einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Diplomatische Vertretungen Deutsche Botschaft in Ankara, Tel. (312) 4265465, Fax 42669 59. Konsulat in Antalya, Tel. (242) 3229466, Fax 321 6914.

Archäologische Stätten
Für fast alle archäologischen Stätten wird Eintrittsgeld verlangt. (Türken zahlen hier allerdings oft weniger als die Hälfte). Die Preise schwanken zwischen 2,00 € und bis zu 8,00 € bei berühmten Stätten. Studenten erhalten gegen Vorlage eines internationalen Ausweises Rabatt. Auch Personen über 65 bekommen den Eintritt vergünstigt.
Eine Beschilderung der archäologischen Stätten fehlt häufig; für seine Sicherheit in schwierigem Gelände ist der Besucher selbst verantwortlich.

Autofahren (siehe auch Verkehrsregeln)
In den letzten Jahren sind alle wichtigen Straßen der westlichen Landesteile zu akzeptablem Standard ausgebaut worden. Im Hinterland und in den Bergregionen muss man aber weiterhin mit sehr schmalen, kurvigen und an Steilhängen mit völlig ungesicherten Strecken rechnen.
Bei den Nebenstrecken zu abgelegenen Dörfern, auch zu vielen Ruinenstätten, handelt es sich oft sogar um Schotterstraßen oder nur grob stabilisierte Pisten.
Die Türken selbst fahren zwar erfrischend unkonventionell, aber im Prinzip sehr defensiv. (Unrühmliche Ausnahme sind hier Taxi, Bus- und LKW-Fahrer. VORSICHT!) Zur Rush-Hour ist in größeren Städten mit chaotischen Verhältnissen zu rechnen. Fahrbahnmarkierungen werden z.B. völlig ignoriert.

Diplomatische Vertretungen:
Deutsche Botschaft in Ankara, Tel. (312) 426 5465,
Fax 426 6959.
Konsulat in Antalya, Tel. (242) 3229466, Fax 321 6914.

Fahrzeugpapiere:
Zusätzlich zu Fahrzeug- und internationalem Führerschein benötigt man die grüne Versicherungskarte wenn man mit dem Auto anreist, auf der die Türkei und alle Länder der Durchreise aufgeführt sein müssen.

Werkstätten:
Für die in der Türkei am meisten gefahrenen Automarken, Renault, Ford und Fiat, gibt es fast in jedem Ort eine Werkstatt. Der Service ist zuvorkommend und auch die vielen Reifen-Reparaturstellen an den Straßen, "Lastik", sind äußerst preiswert und gut

Leihwagen:
Fast alle großen Autoverleihfirmen besitzen in der Türkei eine Niederlassung, sind jedoch im Schnitt oft teurer als in Europa
wir empfehlen die Fa. Akustik Tours (Webseite in Kürze)

Geld
Die Landeswährung der Türkei ist die Türkische Lira (TL). Seit dem 1. Januar 2005 die Neue Türkische Lira (YTL) Die Millionen sin abgeschafft aber die Inflationsrate liegt immer noch bei etwa 10% BITTE KEIN GELD IN DEUTSCHLAND UMTAUSCHEN! Sie machen nur Verluste! (siehe auch Banken) Die Banken haben von 8.30 Uhr bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. Geldautomaten gibt es mittlerweile in jedem Ort (ATM)


zurück nach oben


Verkehrsregeln
Mangelnde Verkehrsdisziplin in der Türkei und die fehlende Erfahrung deutscher Verkehrsteilnehmer im türkischen Straßenverkehr führen immer wieder zu Verkehrsunfällen. Stell Dich sich darauf ein, daß Kurven geschnitten werden und daß man Dich rechts überholt. Auch entgegenkommende Motorräder in Einbahnstraßen (dazu abends ohne Licht) gehören zum Erscheinungsbild des Verkehrs und werden nicht geahndet.

Radarkontrollen werden mit neuer Technik mehr und mehr durchgeführt, zumeist an den Ausfallstraßen der großen Städte, oft aber Polizeikontrollen. (Paß oder Personalausweis niemals vergessen!)

Es besteht Gurtpflicht sowie ein absolutes Alkoholverbot. Wer sich mit einigen Promille erwischen lässt, muss mit erheblichen Strafen rechnen.

Die Verkehrsschilder entsprechen im Wesentlichen den europäischen Normen.

zurück nach oben


Essen und Trinken:
'Mezeler' werden die Vorspeisen hier genannt, es sind bunte Salate, Krabben, Muscheln, angemachter Käse, Hackfleischbällchen oder gefüllte Weinblätter. In schweren Eisentöpfen brutzeln Hammelbraten, Lammragout, Rindsrouladen, Linsen, Bohnen, Tomaten und Zucchini. Gegrillt werden Fisch und Fleisch. Dazu trinkt man Ayran, das ist mit Wasser verdünnter Joghurt, Raki, hochprozentigen Anisschnaps, Bira (Bier), S(ch)arap (Wein) oder zu allen Gelegenheiten 'Çay' (Tee) und Soda (Mineralwasser) und zum Abschluss bestellt man den türkischen Kaffe.
siehe auch unsere Restaurantseite

Feiertage und religiöse Feiertage:
Tag der Kinder (23.4.). Gedenktag sowie Tag der Jugend und des Sports (19.5.). Tag des Sieges (1922) über die Griechen (30.8.). Tag der Republik (29.10.).
siehe auch Spezialseiten zum Thema Islam

Geld
Am besten am Flughafen in der Türkei den aktuellen Kurs erfragen und D-Mark, Euro- oder Reiseschecks wechseln. Auch die Zeitungen veröffentlchen täglich die Wechselkurse. Banken haben Montag bis Freitag von 8.30-12.00 und 13.30-17.00 Uhr geöffnet.
Die Türkische Lira (TL) ist immer noch einem starken Kursverfall unterworfen. Derzeit gibt es Münzen zu 25 000, 50 000 und 100.000 TL, Scheine zu 100.000, 250.000, 500.000, 1 Million, 5 Millionen, 10 Millionen und 20 Millionenn TL. Große Scheine können im Hinterland oft nicht gewechselt werden: Sammeln Sie für diesen Fall eine »Kleingeldreserve«.
Tipp: Niemals bereits in Deutschland wechsen.
An allen Einreisestellen und Flughäfen sind Wechselbüros geöffnet. In Bodrum slebst gibt es die praktische Einrichtung der DÖVIZ Wechselstellen, hier kann man problemlos ohne Papierkram bar zu einem guten Kurs umtauschen,
Wichtig: niemals in den Hotels umtauschen, es mag Ausnahmen geben, aber zu 90% wird man dort über's Ohr gehauen. Fast alle touristischen Preise (Hotels, Leihwagen etc.) werden heute in US-$ oder Brit.-£ angegeben, und natürlichl auch in Euro.
In allen größeren Orten der Westtürkei gibt es heute Geldautomaten für EC/Maestro- oder Kreditkarten. Wechseln (Bargeld und Traveller-Cheques) kann man bei Banken und Postämtern, ebenso bei Reisebüros und Hotels, dort allerdings zu einem ungünstigeren Kurs. Bewahren Sie Umtauschquittungen auf, um bei der Ausreise Probleme mit dem Zoll zu vermeiden.
Kreditkarten (v.a. Master, AmEx, Visa) akzeptieren alle größeren Hotels, moderne Geschäfte und Reise- und Mietwagenagenturen. Ins Binnenland sollte man dennoch nur mit einer ausreichenden Bargeldreserve fahren!
siehe auch unsere Geldseite

Gesundheit: Empfohlen wird der Abschluss einer privaten Auslands-Krankenversicherung, die rund 15 Mark pro Jahr kostet. Sonst vorab bei der Krankenkasse über den Auslandskrankenschein informieren.
Informationen:
Informationsabteilung des Türkischen Generalkonsulats, Tauentzienstr. 7, Berlin, Tel. (030)
2143752, Fax 2143952; Taunusstr. 52-60, 60329 Frankfurt, Tel. (069) 233081, Fax232751; Karlsplatz 3, 80335 München, Tel. (089) 594902, Fax 55041 38. Vor Ort gibt es in allen Touristenorten Fremdenverkehrsämter (8.00-1 2.00 und 13.30-1 7.00 Uhr).
siehe auch alle Krankenhäuser in Bodrum

Kleidung: Im Sommer leichte Baumwolkleidung; ansonsten auch wärmere Kleidungsstücke und in den Wintermonaten Regenschutz.

Informationen zur Türkei in deutsch:
Jede größere Stadt und alle Urlaubsorte haben ein Info-Büro (Turizm Danma Bürosu), die in der Regel 8.30-12 und 13-17.30 Uhr geöffnet sind, in den großen Badeorten auch bis 20 Uhr. Die Mitarbeiter verteilen Prospekte und meist auch einen Stadtplan und helfen evtl. bei der Hotelsuche. In kleineren Urlaubsorten oder wenn man es genauer wissen will, kann man sich besser an die Reisebüros wenden. Hilfreich sind auch die Schautafeln an zentralen Plätzen mit einem Stadtplan, in dem Sehenswertes, Hotels und Ämter markiert sind.

besser ist aber das Internet
(folgende Seiten erwähnen wir nur der Vollständigkeit halber, aus Rechtsgründen müssen wir uns auch von deren Inhalten distanzieren)
www.tcberlinbe.de (Page der Türkischen Botschaft Berlin); (Amateurdesign, wenig informativ)
www.turkinfo.tic.at (Seite des türkischen Informationsbüros in Österreich); allgem. Informationen mit vielen Druckfehlern
www.bodrumpages.com/islam/islam_d.html
Zusammenfassender Überblick über den Islam in der Türkei
f8.parsimony.net/forum11349 (Chatforum zur Türkei; hier bekommt man auf (fast) alles eine Antwort);
www.ratgeber-tuerkei.de/
(Linksammlung zu allen allgemeinen Themen der Türkei)
schnellsuchen.de/tuerkei/news/news.htm (weitere Homepage, die versucht jedes Gebiet abzudecken.)

Impfungen
für die Türkei sind keine Impfungen nötig. Wie in vielen anderen Ländern ist aber eine Vorsorge-Impfung zu Tetanus anzuraten, hier Spezialseite Impfungen

Moscheen:
Dürfen außerhalb der Gebetsstunden besichtigt werden. Dabei sollte man angemessen gekleidet sein: keine kur-zen Röcke und Hosen, Frauen sollten Schultern und Kopf bedecken. Außerdem muß jeder seine Schuhe ausziehen.

Notrufnummern: Erste Hilfe 112, Polizei 155, Feuer 110.
wichtige Rufnummern für Bodrum hier

zurück nach oben


Einkaufen: Günstig sind Teppiche, Lederartikel, Gold- und Silberschmuck mit Halbedelsteinen, Mokka- und Teegeschirr, Messing- und Kupferartikel, Keramik und Textilien. Nur im Basar wird gehandelt. Öffnungszeiten der Geschäfte: Montag bis Samstag 9.00-13.00, 14.00-19.00 Uhr.

Post und Telefon
Die Postämter erkennt man an dem gelben Schild mit der Aufschrift "PTT".

Alle Hauptpostämter größerer Städte sind von Montag-Samstag 8.00-24.00 Uhr und sonntags von 9.00-19.00 Uhr geöffnet.
Nebenstellen oder Ortsämter sind Montag-Samstag 8-12.30, 13.30-17.30 Uhr besetzt, in Bodrum und anderen touristischen Orten auch länger.
Fast alle Postämter verfügen über einen Faxdienst.

Briefmarken (pul) erhält man am Schalter, häufig wird die Sendung dort auch gleich freigestempelt.

Die preiswerteste Art des Telefonierens ist die Benutzung öffentlicher Telefone mit Telefonkarte oder Telefonmünzen, die in allen Postämtern und an den meisten Zeitungsständen erhältlich sind.
Um eine Verbindung ins Ausland zu bekommen, wählt man zunächst einmal:
00 (für eine Verbindung ins Ausland), dann:
49 (für Deutschland), oder
43 (für Österreich), oder
41 ( für die Schweiz), anschließend
die Städtevorwahl ohne 0 und dann die Rufnummer.

Vom Heimatland in die Türkei:
0090 / Gebietsvorwahl ohne '0' / Teilnehmernummer

Strom - Elektrizität
Die Stromspannung in der Türkei liegt bei 220 V, 50 Hz
Schukostecker sind zumeist vorhanden, für deutsche Reisende kein Problem

zurück nach oben


Toiletten
Die hygienischen Bedingungen auf den traditionellen türkischen Steh- oder Hocktoiletten sind wahrlich nicht die besten.
Doch scheinen die Türken offensichtlich mehr Wert auf die Sauberkeit des "Benutzers" als auf die des stillen Örtchens zu legen, weshalb man sich auch mit Wasser und nicht mit Papier reinigt. Für den Ausflug ins Hinterland sollte man daher für den Notfall Papier bei sich tragen.
In jedem Ort findet man jedoch bei der Moschee eine öffentliche Toilette.
Bay = Herren; Bayan = Damen

Pensionen und Hotels, speziell im Bodrum Gebiet, sind jedoch mit WC's von europäischem Standard ausgestattet; allerdings wirft man hier das Papier nicht in die Spülung, sondern in einen Abfalleimer (wegen der Verstopfungsgefahr).

Zeitverschiebung
Die Türkei liegt in der osteuropäischen Zeitzone (OEZ). Aus Mitteleuropa kommend, stellt man die Uhr also eine Stunde vor. Die Zeitdifferenz gilt das ganze Jahr, da die Türkei zusammen mit Europa auf Sommerzeit umstellt.




Neu - verarbeiten


Informationsabteilung des türkischen Generalkonsulats
Baseler Str. 37
60329 Frankfurt
Tel. 069/ 233081-82
Fax 069/ 232751

Bodrum online
Infos zu Anreise, Bräuchen, Segeln, Discos, Hotelplänen, Umgebung, etc.
(Bodrum online)

Alles Wissenswerte über die Halbinsel Datca
Umfangreiche Infos auf Deutsch zur Halbinsel Datca. Eine wahre Fundgrube, die ausführlicher ist als viele gedruckte Reiseführer über die Region
(Datca info)

Ein Gulet-Trip oder Blaue Reise
Touren-Vorschläge für Individualisten oder Gruppen, feste Törns, Reservierung, Fotos, einen Plan der Gulet "AYAZ". Das alles findet man hier www.meetundersails.com/ayaz




Deutsche Botschaften und Konsulate in der Türkei

Botschaft
Almanya Federal Cumhuriyeti Büyükelçiligi
114 Atatürk Bulvari
06540 Kavaklidere-Ankara
Tel. 0090/312/ 4265465
Fax 0090/312/ 4266959

Generalkonsulat
Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsoloslugu
Inönü Caddesi 16-18
80083 Istanbul
Tel. 0090/212/ 2515404-08
Fax 0090/212/ 2499920 Generalkonsulat
Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsoloslugu
Atatürk Caddesi 260
35220 Izmir
Tel. 0090/232/ 4216995
Fax 0090/232/ 4634023

Konsulats-Außenstelle
Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosv
Yesilbahce Mahalessi
Pasakavaklari Cad., 1447 sok.
B.Gürkanlar Apt., KAT: 5, No.14,
07050 Antalya
Tel. 0090/242/ 3216914
Fax 0090/242/ 3216914


Wichtige Hinweise

zurück nach oben


Im internationalen Reiseverkehr werden von der Türkei keine Impfungen gefordert

Bei Kindern sollte ein altersentsprechender Impfschutz gemäß Impfkalender vorliegen, bevor zusätzlich empfohlene Impfungen durchgeführt werden. Grundsätzlich sollte auch bei Erwachsenen der Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio überprüft und ggfs. aufgefrischt werden. spätestens 6 Wochen vor Abreise mit dem Arzt den persönlichen Impfplan besprechen!

Hepatitis A
Auch wenige Tage vor Abreise kann mit aktiven Impfstoffen als Einmaldosis ein ausreichender Schutz aufgebaut werden. nach 6-12 Monaten sollte die Impfung wiederholt werden, um einen mehrjährigen Impfschutz sicherzustellen.
Bei Individualreisen unter schlechten hygienischen Bedingungen zusätzlich:

Typhus
Spätestens 10 Tage vor Abreise sollte mit Injektionsimpfung (1 Dosis) oder Schluckimpfung (3 Kapseln) begonnen werden.

Malaria
Die bekannten Touristenorte an der Mittelmeerküste sind malaria-frei. Ein geringes Malariarisiko besteht von März bis Nov. in den tiefergelegenen von Touristen selten besuchten Regionen im Süd-Osten des Landes (Grenzgebiet zu Syrien).

Malaria - Prophylaxe
Allgemeine Schutzmaßnahmen : Der Schutz vor Moskitostichen ist die wichtigste Vorbeugemaßnahme gegen Malaria !!
- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.
- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.
- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.
- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden.

Es ist darauf zu achten, daß es allseits unter die Matratze geschlagen wird. - Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen. Bei strikter Einhaltung der Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen kann auf eine medikamentöse Prophylaxe verzichtet werden


In den Sommermonaten sich nicht zu lange der Sonne aussetzen, Sonnenbrille und Kopfbedeckung tragen sowie ein Sonnenschutzpräparat mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (je nach Hauttyp Faktor 8 und höher) anwenden.

Beim Baden im Meer oder in Schwimmbecken mit gechlortem Wasser besteht im Prinzip kein Infektionsrisiko.
Jeglichen Kontakt zu streunenden Hunden, Katzen oder zutraulich wirkenden Wildtieren vermeiden.
Insbesondere bei ungeschützten Sexualkontakten besteht grundsätzlich die Gefahr, sich schwerwiegende Infektionen, einschließlich der HIV-Infektion, zuzuziehen.

Apotheken In jedem Ort findet man gut ausgestattete Apotheken (Eczane). Sie führen Hauptsächlich Medikamente der westlichen Pharmafirmen (z.B. Bayer). Medikamente bekommt man ohne Rezept und sie sind mehr als die Hälfte billiger. Es lohnt sich, hier zu kaufen.
Arzt

zurück nach oben


Ärztliche Hilfe
Bei türkischen Ärzten befindet man sich in der Regel in guten Händen. Viele haben im europäischen Ausland studiert, und sprechen eine Fremdsprache. Krankenhäuser sind entweder staatlich oder privat organisiert. Man muß oftmals die Behandlungskosten vorstrecken und sich eine Bestätigung ausschreiben lassen, damit man in Deutschland sein Geld erstattet bekommt.
In Antalya:

Dr. Zafer Kayacan (spricht deutsch)
Hizir Reis Cad. 5
Tel. 12 80 33, 12 80 34

In Istanbul:

Prof. F. Aksoy (spricht deutsch)
Deutsches Krankenhaus
Tel. 526 54 30

In Izmir:

Prof. N. Tartaroglu (spricht deutsch)
Tel. (232) 463 31 33

TOP


--------------------------------------------------------------------------------



--------------------------------------------------------------------------------

Zeit Die Uhr muß in der Türkei eine Stunde vor gestellt werden. D.h. wenn es bei uns 12 Uhr ist, ist es in der Türkei bereits 13 Uhr. Die Zeitverschiebung findet zur jeder Jahreszeit statt, da es auch Sommer- und Winterzeit gibt.


--------------------------------------------------------------------------------

Getränke: Niemals Wasser aus Quellen, Bächen trinken. Auch kein Leitungswasser. Vorsicht ist auch bei offenen Gefäßen oder fliegenden Händlern, die Limonaden verkaufen, geboten. Holen sie sich lieber eine Flasche, die es an jeder Straßenecke zu kaufen gibt. Vorsicht ist auch bei Eiswürfeln geboten! Außerdem verursacht zu kaltes trinken Durchfall!
Die allgemeinen Hinweise zu Nahrungsmitteln und Trinkwasser sind zu beachten:

Gut durchgegarte und heiß servierte Speisen, heißer Kaffee und Tee, kohlensäurehaltige Getränke, Bier und Wein sind in der Regel hygienisch unbedenklich.
Unzureichend erhitzte Speisen, nicht pasteurisierte Milchprodukte (z.B. Frischmilch, Speiseeis) sowie Obstarten, die nicht geschält werden können, sind gesundheitsgefährdend.
Faustregel: Nichts essen, das nicht gekocht oder geschält werden kann!!



TOP


--------------------------------------------------------------------------------

Verkehrsmittel:
Mietwagen: In jeder Größeren oder Kleineren Ortschaft gibt es Autovermietungen. Darunter sind auch viele bekannte, wie z.B Eurocar, Herz oder Avis.
Vorsicht:

Innerort 50 km/h, außerorts 90 km/h
Es ist in der Türkei Pflicht, 2!! Warndreiecke mitzuführen!
Anschnallpflicht
Ersatzglühlampen vorgeschrieben
Die Promillegrenze liegt bei 0.0!
In der Türkei gibt es zwar Verkehrsregeln, aber kaum einer hält sich daran! Außerdem sind Gefahrenstellen kaum gekennzeichnet. (Schlaglöcher)
Bei Kurvenreichen strecken sollte man vor einer Kurve hupen, um überholende Autos zu warnen.
Die Autos sind bei Nacht oft gar nicht oder nur unzureichend beleuchtet.
Es kann sein, das Tiere plötzlich die Fahrbahn versperren.
Reservekanister empfehlenswert (Tankstellen ausreichend vorhanden)
Bei Verkehrsunfällen IMMER die Polizei hinzuziehen!
Kfz Diebstahl dem zuständigen Gouverneur melden und bescheinigung einholen, woraufhin die eintragung im Reisepass rückgänig gemacht wird.
Werkstätten befinden sich meist bei den Tankstellen und in Vorstädten. Lange Ersatzteilwartezeiten, deshalb verschleißteile mitführen.

Taxi: sind im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln relativ teuer! Es ist ratsam, den Preis mit dem Fahrer vorher auszuhandeln, da das Taxameter oftmals nicht eingeschaltet ist oder nicht funktioniert.
Bus Sehr beliebtes Verkehrsmittel, mit dem auch größere Strecken überwunden werden können. Der Fahrpreis beträgt für 100km ca. 4DM. Busbahnhöfe befinden sich meist im Zentrum der Städte.
Dolmus Kürzere Strecken kann man bequem mit dem Dolmus erreichen. Einfach an den Straßenrand stellen und dem Fahrer ein Zeichen geben und dieser wird anhalten. Wenn man aussteigen will, einfach stop oder halt rufen. Einfach und sehr günstig, manchmal jedoch sehr voll. Immer ein Erlebnis!

TOP


--------------------------------------------------------------------------------

Telefon Telefonieren ist in Hotels oftmals viel teurer. Die meisten Telefonzellen funktionieren mit Karten. Diese bekommt man bei der Post oder in Läden zu kaufen.(fragen)
Vorwahlen:
Deutschland, Schweiz und Österreich in die Türkei: 0090-
Türkei nach Deutschland: 0049 dann vorwahl ohne 0
Türkei in die Schweiz: 0041
Türkei nach Österreich: 0043
Polizei Sollte es Schwierigkeiten mit der Polizei geben, ist Freundlichkeit das oberste gebot. Oftmals ist die Angelegenheit dann nur noch halb so schlimm.


TOP


--------------------------------------------------------------------------------

Kleidung / FKK In den Feriendörfern, die meist von ausländischen Touristen besucht werden, sonnt man sich schon mal "oben ohne". Mit dem Glauben der türkischen Befölkerung verträgt sich das jedoch nicht, deshalb wird es in nächster Zukunft auch nur an exklusiven Privatstränden und in versteckten Buchten möglich sein. (Rücksicht nehmen!)
Wenn Moscheen besucht werden, sollten Frauen ihren Kopf bedecken. Männer sollten lange Hosen anhaben. Die Schuhe sind vor dem Eintritt in die Moschee auszuziehen. Kurze Hosen gelten in der Türkei als Unterwäsche. (Deswegen haben sie auch bei sehr hohen Temperaturen lange Hosen an!)



--------------------------------------------------------------------------------

Fotografieren Verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen. Im übrigen ist Takt gefordert: In Moscheen sollte man ebensowenig Fotografieren wie hierzulande in einer Kirche und Privatpersonen nicht ohne deren Einwilligung. Meist genügt schon ein fragender Blick und ein lächeln zur verständigung


--------------------------------------------------------------------------------

Zoll Zollfrei sind:
Persönliche Gebrauchsgegenstände wie z.B. bis zu 10 Filme für die Kamera), 200 Zigaretten oder 50 Zigarren, 50g Schnupftabak zusatzlich 400 Zigaretten aus dem Duty Free Shop. 1,5 kg Kaffe, 1,5 kg Pulverkaffe, 500g Tee, 1kg Schokolade und 1kg Süßigkeiten, 5l Alkoholische Getränke, 5 Flaschen Parfüm (max. 120ml je Flasche) sowie Geschenke im Wert von 500,-

Für Teppiche muss eine Quittung vorgelegt werden und für antike Gegenstände (über 100 Jahre) eine schriftliche Erlaubnis eines Museums. Mineralien dürfen nur mit genemigung des MTA in Ankara ausgeführt werden



--------------------------------------------------------------------------------


Infoadressen
in Deutschland:












,

Botschaft in
der Türkei: Informationsabteilung des Türkischen Generalkonsulats
Tauentzienstraße 7
10789 BERLIN
Tel.: (0 30) 214 37 52, 214 38 52
Fax: (0 30) 214 39 52
Taunusstraße 52-60
60329 FRANKFURT/M.
Tel.: (0 69) 23 30 81/82
Fax: (0 69) 23 27 51
Karlsplatz 3/1
80335 MÜNCHEN
Tel.: (0 89) 59 49 02, 59 43 17
Fax: (0 89) 550 41 38


Ankara:
Deutsche Botschaft: Atatürk Bulvari, No:114, Kavaklidere, Tel:(312)4265465-67

Österreichische Botschaft: Atatürk Bulvari, No:189, Kavaklidere, Tel:(312)4342172

Schweizerische Botschaft: Atatürk Bulvari, No: 247, Kavaklidere, Tel:(312)4675555-56

Antalya:
Deutsches Honorarkonsulat: Yenibahce Mah. Pasa Kavaklar Cad. No: 84, Tel:(242)2371440

Österreichisches Honorarkonsulat: Namik Kemal Bulvari, Soydan Apt.No: 84, Tel:(242)3451800

Izmir:
Deutsches Generalkonsulat: Atatürk Cad. 260, Alsancak
Tel:(232)4216995-96, Fax:(232)4634023

Österreichisches Konsulat: Sehit Fethibey Cad.No: 41, Tel:(232)44118200, Fax:(232)4848227

Istanbul:
Deutsches Generalkonsulat: Selim Hatun CamiiSok. No: 46, Ayazpasa, Tel:(212)2515404-8, Fax:(212)2499920

Österreichisches Konsulat: Köybasi Cad.No: 46, Yeniköy, Tel:(212)2629315, Fax:(212)2622622



--------------------------------------------------------------------------------

Notfalltelefon in / nach:

Türkei:
Deutschland:
Österreich:


Schweiz:
Notruf: Tel. 155
Notarzt: Tel. 112
Feuerwehr: Tel. 110
Polizei: Tel. 155
Verkehrspolizei: Tel. 154
deutschsprachiger ADAC Notruf: Tel. 212 288 71 90

ADAC Notrufzentrale München 24h besetzt: 00 49 89 - 22 22 22

ACE Notrufzentrale Stuttgart: 00 49 711 - 53 01 111

Deutsche Rettungsflugwacht Alarmzentrale: 00 49 711 - 70 10 70

DRK Flugdienst Bonn: 00 49 228 - 23 00 23



ÖAMTC Notrufzentrale Wien: 00 431 - 98 21 304



Schweizerische Rettungswacht Zürich: 00 41 - 13 83 11 11





ausserdem

Für Yachteigner:
Yachten mit einem Transitlog können zur Überwinterung oder Überholung bis zu 2 Jahren in türkischen Gewässern bleiben.

Einige Häfen verfügen mit einer Genehmugung des Ministeriums für Tourismus über eine Liegeplatzdauer bis zu 5 Jahren. Die erforderlichen Formalitäten müssen in den Zielhäfen abgewickelt werden.

Zollhäfen:
Nach Einlaufen in türkische Höheitsgewässer muß sofort einer der folgenden Häfen zwecks Kontrolle der Borddokumente angelaufen werden; Iskenderun, Botas(Adana), Mersin, Tasucu, Anamur, Alanya, Antalya, Kemer, Finike, Kas, Fethiye, Marmaris, Datça, Bodrum, Güllük, Didim, Kusadasi, Çesme, Izmir, Dikili, Ayvalik, Akçay, Çanakkale, Bandirma, Tekirdag, Körfez, Istanbul, Zonguldak, Sinop, Samsun, Ordu, Giresun, Trabzon, Rize, Hopa.

Hafenformalitäten:
Alle Informationen über Yacht, Eigentümer, Mannschaft, Route, Reisepaß, Zollerklärung und Gesundheitszustand müssen im Logbuch eingetragen sein, das der Schiffseigner führt und den Hafenbehörden vorlegt, weitere Formalitäten sind dann bis zur Ausreise nicht mehr nötig. Weitere Auskunft über Segeln in türkischen Gewässern finden Sie unter "Urlaubsaktivitäten"

Zollfreier Treibstoff:
Für Yachten unter fremder Flagge kann unter bestimmten Bedingungen in vom türkischen Tourismusministerium lizensierten Schiffs- und Yachthäfen gefaßt werden. Detaillierte Auskunft erteilen die Hafenbehörden.

Für Flugzeugeigner:
Bei dem Flug in die Türkei müssen die internationalen Flugregeln beachtet werden. Bleibt ein Privatflugzeug nicht länger als drei Monate in der Türkei, gelten die allgemeinen Touristenbestimmungen. Bei längeren Aufhenthalt ist die Zoll-Generaldirektion Ankara (Gümrük Genel Müdürlügü, Tel.(312) 310 33 00, Fax (312) 311 75 97) zu verständigen.

Landen können Privatflugzeuge in Adana, Ankara, Istanbul, Izmir, Antalya, Trabzon und Dalaman. In der Türkei können Flugzeuge und Hubschrauber gemietet werden.

Auskunft über die Formalitäten für eine Landeerlaubnis erhalten Sie vom Amt für Zivilluftfahrt im Verkehrsministerium:

Ulastirma Bakanligi
Sivil Havacilik Genel Müdürlügü
Bosna Hersek Cad. 5
06338 Emek-Ankara
Tel: +90 (312) 212 67 30
Fax: (312) 212 46 84
Tlx: 44659 GA TR



HABEN SIE DAS GEWUSST?

Das Land des ehemaligen Kleinasiens oder Anatoliens ist die heutige Türkei.
Obwohl die Türkei vorwiegend ein islamisches Land ist, ist sie eine säkulare, demokratische Republik und das türkische Volk genießt Religions- und Glaubensfreiheit.
Die Türkei ist eine Heimat vieler großer Zivilisationen des Welterbes, wie die Hatti, die Hethiter, die Phrygier, die Urarter, die Lydier, die Ionier, die Karier, die Lykier, die Perser, das hellenische Volk, die Römer, die Seljuken, die Osmanen und schließlich das Volk der modernen Republik.
Die früheste Landschaftsmalerei in der Geschichte existiert auf einer Mauer von einem Haus von Çatalhöyük, das auf 6200 v. Chr. datiert ist. Es zeigt die Eruption eines Vulkans, wahrscheinlich die von Hasandag.
Der erste in der Welt aufgezeichnete Vertrag war das Abkommen von Kadesh zwischen den Hethitern und dem Ägyptischen Reich, dem Reich von Hattusilis III und Ramess II, im Jahre 1284 v. Chr.
Viele Städtenamen in verschiedenen Teilen der Welt so sie in Philadelphia, Paris, Antioch, Troja oder der kontinentale Name "Europa" stammen aus Anatolien.
Das älteste bekannte Schiffswrack auf der Erde wurde von einem Team ausgegraben, das von Don Frey in Ulu Burun in der Nähe von Kas geleitet wurde.
Im Jahre 640 v. Chr. wurden erstmals Münzen aus Elektrum von den Lydiern und den Sardis (Sart) benutzt.
König Midas war ein Anatolier.
Alexander der Große schnitt den gordischen Knoten in der Nähe von Ankara durch. Der doppelte Knoten in türkischen Teppichen wird "Gördes Dügümü" genannt, was der türkische Ausdruck für gordischer Knoten ist.
Zwei der sieben Weltwunder standen in Anatolien: der Tempel der Artemis in Ephesus und das Mausoleum in Halicarnassus. Die anderen sind die Pyramiden von Ägypten, die Hängenden Gärten von Babylon, die Statue des Zeus in Olympia, der Koloss von Rhodos und der Leuchtturm von Alexandria.
Die Worte von Julius Cäsar "Veni, vidi, vici" (Ich kam, sah und siegte) wurden in Amasya, im Osten Ankaras, ausgesprochen, als er im Jahre 47 v. Chr. nach Anatolien ging.
Anatolien war der erste große Stützpunkt des Christentums. Der Garten Eden im Buch der Genesis sollte durch einen Fluß bewässert werden, der sich in vier Ströme teilt, wenn er den Garten verlässt; zwei dieser Ströme, der Tigris (Dicle) und der Euphrat (Firat) entspringen in den Bergen der Osttürkei.
Der Berg Ararat (Agri Dagi) liegt in Anatolien. Die Legende sagt, daß der Ararat der Platz war, wo Noas Arche anlegte. Ararat ist die hebräische Form für Urartu, der assyrische Name für ein Königreich, das in dieser Region vom 11. bis zum 7. Jhrdt. v. Chr. existierte.
Christen der Frühzeit, die vor der römischen Verfolgung flohen, suchten in Kapadokkien Zuflucht.
Der Heilige Paul wurde in Tarsus (Südtürkei) geboren. Er unternahm die meisten seiner Missionsreisen zu den frühen Christen in Anatolien und schrieb die meisten seiner biblischen Briefe an sie.
Die sieben Kirchen Asiens, die in der Enthüllung des Johannes erwähnt werden, liegen in Anatolien; Ephesus (Efes), Smyrna (Izmir), Laodicea ad Lycum (Denizli, Goncali), Sardis (Sart), Pergamum (Bergama), Philadelphia (Alasehir) und Thyatira (Akhisar).
Sankt Nikolaus, der heute als Santa Claus bekannt ist, wurde in Demre geboren und lebte dort als Bischof. Die Legende sagt, daß er heimlich die Töchter von armen Bürgern mit Mitgiften beschenkte. Hier hat die Sitte ihren Ursprung am Abend des Festes des Heiligen Nikolaus Geschenke zu verteilen, eine Tradition, die später auf den Weihnachtstag übertragen wurde.
Erstmals in der Geschichte haben die Seljuken eine staatliche Versicherung für die Verluste der Handelsleute in der Geschichte geschaffen.
Sultan Beyazit II. sandte die osmanische Marine aus, um das jüdische Volk, das aus Spanien vertrieben war, in die Türkei zu bringen.
Tulpen wurden von Holland nach Anatolien von Ogier Ghiselin de Busbecq eingeführt. Er war Botschafter von Karl V. im Reich Süleyman des Großen im Jahre 1554.
Der erste Mensch, der jemals fliegen konnte, war ein Türke. Im 17. Jhrdt. schafte Gazanfer Celebi unter Benutzung von zwei Flügeln vom Galata-Turm über den Bosporus, nach Üsküdar zu fliegen.
Istanbul birgt das historische Gebäude des Zugbahnhofs von Sirkeci. Es diente als letzter Halt des Simplon-Orient-Express "König der Züge und der Zug der Könige" zwischen Paris und Istanbul von 1883 bis 1977.
Indoeuropäische Sprachen kommen aus den Ebenen Anatoliens, nicht aus den russischen Ebenen. Viele Worte in englischer Sprache, wie angora, bulgur, byzantine, caique, divan, kiosk, mausoleum, meander, parchment, sherbet, turban, turquoise and yoghurt kommen aus Anatolien.
Die Zahl der Blumenarten in der Türkei beläuft sich auf ca. 9.000, von denen 3.000 einheimische sind. In Europa gibt es beispielsweise 11.500 Blumenarten.
Die Türkei ist eines von nur 8 Ländern in der Welt, das beständig einen Überschuß an Nahrung und Rindern zum Export produziert.
Viele wertvolle Funde aus Anatolien können auch in Museen in der ganzen Welt betrachtet werden. Das Pergamon-Museum in Berlin besitzt den Zeus-Altar, das Tor zum Heiligtum von Athena von Pergamon, Statuen von Priene und das größte Tor von Miletus. Das britische Museum wurde die Heimat des Tempels der Artemis von Ephesus, des Mausoleums von Halicarnassus und das Harpyie-Grab von Xanthos.


alle Angaben ohne Gewähr
----------------------------------------------------------
Udo


In dieser kompakten Informationssammlung erfahren künftige Gulet-Urlauber alles, was man über die Blaue Reise an der türkischen Küste wissen muss, wenn die Reise ein unbeschwertes Vergnügen werden soll. Zusammengetragen wurden diese Infos im Laufe vieler Jahre auf Reisen mit Gulets und Yachten zwischen Istanbul, Alanya und Zypern.

Ankern Ist die schönste Art den Tag zu verbringen. Kein Autolärm, kein Hoteltrubel stören die Stunden in den abgeschiedenen Buchten der Küste. Das Ufer ist nah, die Zikaden zirpen, in der Ferne schreit ein Esel und der Schiffskoch serviert ab und zu çay (Tee), einen kleinen türkischen Kaffee oder eine seiner berühmten türkischen Vorspeisen.

Wenn man Lust hat springt man ins Wasser, das an der türkischen Küste so sauber ist wie nirgendwo sonst im Mittelmeer. Hinterher duscht man sich das Salz von der Haut und legt sich in die Sonne, bis die Ankerkette rattert und es weiter geht zur nächsten Bucht. Was gibt es Schöneres, als die Urlaubstage in den einsamen Natur-pur-Buchten zwischen Bodrum und Antalya zu verbringen?

Arzt Viele türkische Ärzte verlassen sich am liebsten auf Antibiotika und verschreiben dabei oft massive Hämmer, die keinesfalls immer erforderlich sind (auch an Kinder). Die guten alten Hausmittel (= kalte Umschläge und ab in die Koje, und zwei- bis dreimal kräftig schwitzen) sind oft wirksamer und weniger belastend.

Die ärztliche Versorgung ist in der Türkei besser als man erwartet; auch in den Ferienzentren an der Küste wurden in den letzten Jahre gute Krankenhäuser eingerichtet, insbesondere in Kusadasi, Bodrum und Marmaris. Im Notfall vermittelt die Apotheke oder die Touristen-Information. Bezahlung erfolgt in bar, man erhält eine Bescheinung für die Rückerstattung der Kosten bei der Krankenkasse.


Apotheken (die Eczane heissen) findet man an jeder Ecke. Der Apotheker ist oft Arztersatz; er berät und empfiehlt und kostet kein Extrahonorar wie der Doktor. Die Medikamente sind meist rezeptfrei und billiger als bei uns. Unbedingt auf Verfallsdatum achten. In der Bordapotheke sollte vor allem etwas gegen Magen-Darmerkrankungen sein.

Das Gökova Segelrevier

Atatürk war kein Segler, aber das folgende sollte jeder wissen, der an der türkischen Küste segelt oder Urlaub macht: Mustafa Kemal Pascha, populär als Atatürk, geboren 1881 in Saloniki. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches bewahrte er das Kernland vor den Alliierten und gründete die moderne Türkei (Republik seit 1923). Historisch einmalig ist seine Leistung durch Reformen, mit denen er das junge Land nach Westen öffnete. Stichworte: Frauenstimmrecht, Einehe, Gregorianischer Kalender, Sonntag als Ruhetag, europäische Kleidung und lateinische Schrift. Nicht ohne Grund wird Atatürk auch heute noch verehrt. Sein Bild ist allgegenwärtig.

Backbord heisst im Türkischen iskele. Dies nur für den Fall, dass Sie an einer türkischen Gulet (grosses Holzschiff) längsseits anlegen wollen, um mitzufeiern und die Frage "May I come längseits on your port-side?" nicht in türkisch beherrschen. Der Ausruf "Iskele-iskele!" und entsprechende Handzeichen können da eine wertvolle Hilfe sein. Steuerbord heisst übrigens sancak.

Bakschisch Geschenk, Trinkgeld. In der Türkei häufig vorkommende Art des Besitzwechsels der Landeswährung. Ein delikates Thema, zu dem ich nicht viel beitragen kann. Immer wenn ich dachte, jetzt muss es sein, hat die betroffene Amtsperson mein Ansinnen entschieden zurückgewiesen. In anderen Fällen wäre es sicher besser gewesen, ich hätte mal einen siebenstelligen Liraschein hinübergeschoben (zur Beruhigung: 1 Mio. TL sind etwas mehr als Euro 10,-). Wie ich es machte war es falsch. Deswegen: Kein Tip! Empfehlung: Die Lage selbst einschätzen und entsprechend handeln.

Banken
Öffnungszeiten an Werktagen 8.30– 17.30 Uhr zumeist durchgehend, in der Saison auch Samstag Vormittag - mehr unter Geld/Devisen weiter unten.


Bauchtanz Kein Klischee über die Türkei ohne Bauchtanz. Dabei wird der beste Bauchtanz immernoch in Filmen aus Hollywood geboten. Im Osten des Landes müssen die Mädchen dick und arabisch sein; in Istanbul und an der Küste wird "schlanker" Tanz bevorzugt. Die Kultur des Bauchtanzes kommt aus den arabischen Ländern. In den Küstenorten ist die Kunst zu einer touristischen Attraktion wie Fingerhakeln oder Jodeln in Bayern verkommen. Die Tänzerin wird durch zugestecktes Geld belohnt.

Bazar Im Zentrum der grösseren Städte findet man den Bazar, wenn man in die Richtung läuft, aus der Frauen und Männer mit voll bepackten Taschen, Plastiktüten und Rollwägelchen kommen. Ist der Bazar in einem geschlossenen Gebäude untergebracht, heisst er Çarsi. Der berühmteste geschlossene Bazar der Türkei ist der Kapali Çarsi in Istanbul. In kleineren Orten ist einmal bis zweimal in der Woche Markttag in Bodrum z.B. dienstags und freitags. Die Bauern der Umgebung kommen mit vollbeladenen Traktoren und Minibussen und bieten die Früchte und Gemüse der Jahreszeit im Überfluss an. Aber auch Textilien, Töpfe, Gläser, Pfeffermühlen, künstliche Blumen, Schuhe und preiswerte Jeans und T-shirts werden verhökert.

Beiboot An der türkischen Küste unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand, da das Ausbringen von Leinen zum Ufer in den Buchten ohne kleines Boot (Dingi) nur von schwimmenden Tarzans zu bewerkstelligen ist. Eine Yacht ohne Beiboot ist wie eine Flasche aslan sütü (Löwenmilch = Raki) ohne Alkohol.

Betrug Überhöhte Preise sind (wie in den Touristenorten überall auf der Welt) möglich. Nicht gleich die erste Lederjacke kaufen ein paar Läden weiter in der Nebenstrasse ist sie vielleicht um einiges preiswerter. In Restaurants sollte man vorher nach den Preisen fragen oder sich die Karte geben lassen. Vorspeisen werden gerne als doppelte Portion aufgeschrieben, obwohl nur eine einfache Portion gebracht wurde. Oft wird nicht richtig addiert. Bei längeren Taxifahrten sollte man vorher den Preis aushandeln; für Stadtstrecken gilt der Tachometer. Wer bei Teppichhändlern oder in Schmuckgeschäften kauft, ohne etwas von Knotenzahl oder Karat zu verstehen, muss damit rechnen, dass er mehr bezahlt. Auf jeden Fall muss er handeln, handeln, handeln, um auf den Normalpreis zu kommen. Dies gilt natürlich keinesfalls im Supermarkt, auf dem Gemüsemarkt oder überall da, wo für den normalen Tagesbedarf eingekauft wird.

Bettler Almosen zu geben ist für den gläubigen Moslem eine Selbstverständlichkeit. In einem Land, in dem die sozialen Gegensätze gross sind, sollte man sich je nach Einschätzung der Situation diesem Brauch nicht verschliessen.

Bilge Seglern als der tiefst gelegene Raum im Schiffsinneren bekannt, selten inspiziert, weil unansehnlich; dennoch leicht zu finden, wenn man mit der Nase sucht. Im Türkischen dagegen ist Bilge ein Mädchenname. Ich kenne gut und gerne drei Bilges...

Blaues Auge Kommt nicht von einer Schlägerei, sondern hat mit dem "Bösen Blick" zu tun. Abergläubische Menschen gehen davon aus, dass alles Neue gefährdet ist; auch zu viele gute Worte können das Böse auf den Gegenstand oder den Menschen ziehen, über den sie ausgesprochen werden. Davor schützt man sich - teils ernsthaft überzeugt, teils augenzwinkernd - mit dem nazar boncugu, dem blauen Auge, einem runden, blauen Glasstein mit einem eingelegten "Auge" aus Glas in anderer Farbe, den man zum Schutz vor dem bösen Blick in der Nähe des zu Schützenden anbringt.

Nazar bedeutet im Arabischen Blick. Da man glaubte, dass Menschen mit himmelblauen Augen der Kraft des bösen Blickes am stärksten widerstehen, entstand der Aberglaube, dass man sich mit himmelblauen augenähnlichen Objekten bzw. Perlen am besten gegen seine unheilstiftende Kraft zur Wehr setzen kann. Der nazar boncugu ist gewissermassen die Opferanode, die vom Blick getroffen wird und zerbricht - statt des Bootes, des Hauses oder des Autos.

Diesen Aberglauben gab es bereits in Alt-Ägypten und bei den Hethitern. Perlen, die der Abwehr des bösen Blickes dienten, wurden schon damals verwendet. Unter den Schmucksachen des ägyptischen Pharaos Tutanchamun, die im Britischen Museum und im Kairoer Museum zu sehen sind, gibt es besonders prachtvolle Stücke gegen den bösen Blick. Leider wurde der junge Pharao schon mit 18 Jahren Opfer eines Mordes. Ob es an dem fehlenden "blauen Auge" lag? Neben den blauen Glasaugen und blauen Perlen würden auch andere Gegenstände zur Abwehr des bösen Blickes benutzt, z. B. grüne Kaffeebohnen, alte Münzen, Bleistücke, Pferdehufeisen usw.

Neben nazar boncugu gibt es auch noch andere Methoden, um mit dem Bösen fertig zu werden, insbesondere dann, wenn Menschen Opfer des Bösen geworden sind. Dann wird auf den Kopf des Befallenen eine Decke gelegt und darüber flüssiges Blei in eine mit Wasser gefüllte Tasse gegossen. Die Figuren, die dabei entstehen, werden bewertet und gegen das Böse eingesetzt. Manchmal werden auch Gebete gesprochen und dazu Salz über dem Kopf der Person gedreht, dann ins Feuer geworfen und zum Platzen gebracht. Oder es werden besondere Kräuter gesammelt und in Pfannen angezündet und so das Böse ausgeräuchert.

Bootsbau Der Holzbootsbau hat an der türkischen Ägäisküste eine jahrhundertealte Tradition. Zur Zeit der Grosssultane beherrschten die Osmanen mit ihrer Segelkunst das Mittelmeer. Dem Holzbedarf ihrer Werften fielen ganze Küstenstriche zum Opfer. Mit dem Niedergang ihres Weltreiches ging die Kunst seetüchtige Schiffe zu bauen nahezu verloren, wurde aber in jüngster Zeit wieder aktiviert und ist heute eine Wachstumsbranche im Umbruch.

Wer sich für ein Holzschiff in traditioneller oder laminierter Bauweise interessiert, schaue nach unter "Bootsbau".

Cami Wir sagen Moschee dazu und freuen uns, wenn das neben ihr stehende hohe schlanke Minarett in unserer Seekarte eingezeichnet ist, denn dann können wir sie als Peilmarke verwenden. Im Zeitalter von GPS und anderen elektronischen Systemen verlieren Cami und Minarett für den Seefahrer leider an Bedeutung. Nicht dagegen für den gläubigen Moslem. Für ihn ist sie das Gotteshaus, in das er wenn möglich fünf Mal am Tag geht, um sein Gebet zu verrichten.

Çay Tee wird nicht nur im Teehaus oder Teegarten getrunken, sondern überall: Beim Kauf eines Pullovers in der Boutique genauso wie beim kuaför (Friseur) oder im Teppichladen. Als das osmanische Reich zerschlagen wurde, verlor die Türkei den Jemen als billigen Kaffeelieferanten und damit das eigentliche Nationalgetränk (wir erinnern uns: Sei doch kein Muselmann, der dies nicht lassen kann!). Atatürk gab den Auftrag, Ersatz zu suchen. Eine von ihm eingesetzte Expertengruppe entdeckte die günstigen Bedingungen für den Anbau von Tee (çay) an der feuchtwarmen Küste des Schwarzen Meeres. Seither ist çay Nationalgetränk in der Türkei.

Cezve Der türkische Kaffee wird im cezve (Kupferstieltöpfchen) zubereitet. Man erhitzt Wasser, Zucker und Kaffeepulver zusammen über kleiner Flamme. Beginnt die Flüssigkeit schäumend aufzukochen, rührt man um und serviert den türk kahvesi in kleinen Mokkatassen. Vier Varianten sind möglich: ungezuckert = sade, schwach gezuckert = az sekerli, mittel-süss = orta sekerli, süss = sekerli.

Chartern
An der Ägäisküste zwischen Bodrum und Antalya gibt es mehr als 1.000 Gulets zu chartern. Nicht nur unter türkischer, aber auch unter ausländischer Flagge. Hier haben wir eine Liste von zuverlässigen Gulets ausgearbeitet. Es empfiehlt sich rechtzeitig (sprich möglichst schon im Herbst für das Folgejahr) zu buchen da die beliebten Monate Juni und .

Vorsicht vor privaten Gelegenheiten: Oft versuchen Eigner ihre Schiffe selbst an den Mann zu bringen. Dies kann zu bösem Erwachen führen, wenn man an Bord kommt und erkennt, was man da gebucht hat. Wer eine Gulet an der türkischen Küste chartert, sollte sich vergewissern, ob diese gut gepflegt und seetüchtig ist - schwarze Schafe gibt es überall. Besser ist es, mit einer seriösen Charteragentur, die auf Gulets spezialisiert ist, zu sprechen und sich in deren Angebot umzusehen. Die dort angebotenen Schiffe sind ausgewählt und keine Seelenverkäufer.

Deniz heisst auf türkisch Meer. Akdeniz ist das Mittelmeer bei Antalya, Karadeniz das Schwarze Meer, Ege das ägäische Meer. Deniz ist gleichzeitig ein häufig verwendeter Name nicht nur für Jungen, auch für Mädchen. Die Eltern drücken damit ihre Liebe zum Meer aus.

Diebstahl Von Überfällen auf Gulets und Yachten ist nichts bekannt. Von Diebstahl dagegen schon. Yachten, die alleine liegen gelassen werden, sind gefährdeter als Gulets, bei denen immer die Mannschaft an Bord bleibt, wenn die Gäste einen antiken Ort besuchen oder zu einem Bazarbummel aufbrechen. Horrorgeschichten wie man sie von moderner Piraterie aus anderen Revieren insbesondere aus der Karibik hört, gibt es von der türkischen Küste nicht.

Doping Raki, das alkoholische Nationalgetränk, an dem auch viele Moslems nippeln. Raki ist ein 45%- bis 50%iger Anisschnaps, ähnlich wie Pernod oder Ouzo. Als beste Raki-Sorten gelten Altinbas und Yeni Raki. Wie trinkt man Raki? Viele nehmen einen Schluck in den Mund und trinken kühles Wasser hinterher. Beliebt ist auch, den Raki mit Wasser im Glas zu verdünnen, was ihn milchig werden lässt. Deshalb wird er auch aslan sütü Löwenmilch genannt und fällt nicht unter Mohammeds Alkoholverbot, da er Augenzwinkern wie Milch aussieht! Raki kann im übrigen auch mit Milch gemischt getrunken werden. Spezialisten behaupten, dass diese Variante die Nerven beruhigt und den Kick verzögert.

Dolma "Alles was gefüllt ist, heisst dolma und alles, was dolma heisst, schmeckt gut", sagt man in der Türkei. Für die Füllung von Gemüse gibt es nur zwei Rezepte: mit oder ohne Fleisch! Wer diese einmal beherrscht, kann zahlreiche Varianten herstellen. Einige Beispiele: Patlican dolmasi: mit Reis, Pinienkernen und Korinthen gefüllte Auberginen; Biber dolmasi: mit Reis, Rosinen und Pinienkernen gefüllte Paprika; Imam bayildi, mit Tomaten und Zwiebeln gefüllte Auberginen.

Einsamkeit Im Sommer ist es damit endgültig vorbei. Wer Einsamkeit und absolute Stille sucht, muss im April/Mai auf einer Gulet buchen oder im Oktober/November. Wer sich im Frühjahr oder Herbst auf der Ostsee wohlfühlt, mag auch an einem Weihnachts-Silvester-Gulet-Törn an der türkischen Küste Gefallen finden und dabei das vorfinden, was früher auch im Hochsommer die Regel war: einsame Buchten in wilder, teilweise romantischer Landschaft, absolut sauberes Wasser, und kaum eine Menschenseele. Während der türkischen Sommerferien (Mitte Juni bis Mitte September) muss er zwischen Çesme und Antalya mit Bauchtanz-Musik, bis in den Morgen feiernden Gästen auf anderen Schiffen und allgemeiner Urlaubsseligkeit, auch in einsamen Buchten rechnen. Nördlich von Marmaris ist es generell etwas ruhiger.

Efendi ist eines der schönsten türkischen Wörter und heisst so viel wie "mein Herr". Früher wurde es auch als offizielle Anrede verwendet oder für einen gebildeten und anständigen Menschen. Heute wird es mehr am Telefon benutzt; man sagt nicht seinen Namen, sondern efendim? (= ja bitte?)

Efes ist der türkische Name für das antike Ephesus, die griechisch-römische Stadt am Mäander, die jeder Türkeibesucher gesehen haben sollte. Von der Kusadasi-Marina nach Ephesus sind es 18 km mit Taxi oder Bus. Efes ist aber auch der Name der bekanntesten türkischen Biermarke: ein angenehmes, erfrischendes Bier. An heissen Sommertagen empfiehlt sich die fast alkoholfreie Variante Efes light.

Einladung In der Türkei ist es in Restaurants üblich, dass einer einlädt und für alle Eingeladenen zahlt. Soll "deutsch" abgerechnet werden (jeder zahlt für sich), sind die Kellner oft verwirrt, weil sie diese System nicht kennen. Besser ist man zahlt ebenfalls "türkisch" und rechnet hinterher untereinander "deutsch"ab.

Einkaufen Auf den meisten Gulets wird gut, das heisst türkisch gekocht. Die türkische Küche ist eine Gemüseküche: Zuccini, Auberginen, Paprika, Tomaten, Zwiebeln etc. gehören zu den Grundzutaten der leckeren türkischen Vorspreisen, die der Koch zweimal am Tag zubereitet. Obst und Gemüse sind in der Türkei frisch und besser als Zuhause, da unter der Sonne gereift und mit wenig oder ganz ohne Chemie behandelt. Wenn der Koch einkaufen geht, bekommt er alles, Ausnahme: Schweinefleisch und Weisswürste. Um den Einkauf braucht man sich nicht zu kümmern, das macht die Mannschaft.

In den Marinas der Hauptorte gibt es gut sortierte Supermärkte bzw. in den Hauptorten Grosseinkaufsmärkte wie Tansas, Migros oder Makro. Hier ist wirklich alles zu haben, von Butter in europäischer Qualität über abgepackten Käse, homogenisierte Milch in Tüten, Marmelade, Honig, Brot, Wein, Fruchtsäfte, Cola bis zum Müsli aus der Schweiz. Trinkwasser wird in Flaschen angeboten, Soda, Tonic, auch das einheimische Bier in Dosen oder Flaschen. In kleineren Häfen gibt es gut sortierte Supermärkte in Hafennähe. Kosmetikartikel wie Sonnencreme, Shampoo usw. bitte selber mitbringen, weil diese Artikel in der ganzen Türkei recht teuer sind (Import). Boutiquen führen Markenartikeln wie Levis oder Quicksilver (billiger als in Deutschland).

Ausländische Spirituosen und Nescafe gibt es, auch Jakobs-Kaffee und Filterpapier. Bei den Metzgern, die kasap heissen, findet man Lamm-, Hammel- und manchmal Ziegenfleisch, sowie Huhn. Wer Sonderwünsche hat, bespreche sie vor Törnbeginn mit dem Kapitän oder noch besser bei der Buchung bereits mit der Charterfirma.

Fisch kauft der Kapitän manchmal direkt vom Fischer fangfrisch von Boot zu Boot in der Bucht oder morgens an den Fischständen in den grösseren Hafenorten. Allerdings: Fisch ist teuer!

Einreise ist mit Reisepass oder Personalausweis kein Problem. Der Aufenthalt ist auf 3 Monate begrenzt, kann aber unkompliziert bei den Passbehörden verlängert werden. Deutsche brauchen kein Visum, Schweizer und Österreicher dagegen schon. In den Personalausweis eingelegte Stempelzettel mit Einreisedatum unbedingt bis zur Ausreise aufbewahren, sonst gibt es Ärger!!

Ekmek heisst das leckere türkische Brot. Dieses Wort muss sich jeder Türkeisegler merken, denn ohne frisches, knuspriges ekmek verlässt keine Gulet den Hafen.

Entblössen Wir segeln an einer Küste, die vom Islam geprägt ist, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Folglich sollten wir in den Buchten und Häfen Rücksicht auf die einheimische Bevölkerung nehmen. Zwar wird Touristen mit Nachsicht begegnet. Trotzdem: Oben-ohne (wenn es schon sein muss): weit genug weg vom Land draussen auf See. Und auch mit Rücksicht auf die Mannschaft!

Fäkalientanks. Die Türken sind die einzigen Anrainer im Mittelmeer, die durch strenge Bestimmungen ihre Buchten und Häfen sauber halten. Alle Gulets und Yachten müssen mit Toilettentanks ausgerüstet sein. In den Buchten und Häfen würden die abgepumpten Fäkalien schnell zu einer Überdüngung führen, und damit zum Umkippen des Wassers. Folge: Zerstörung des Lebensraumes für alle Meeresbewohner, nicht nur für Fische. Schwimmen und Tauchen wären nicht mehr möglich. Noch gibt es keine Absaugstationen. Deshalb werden die Tanks auf offener See gelenzt, wo die Strömung für eine bedenkenlose Verteilung sorgt.

Wer will, kann folgende Rechnung nachvollziehen: Beliebte Bucht mit durchschnittlich 3 Schiffen pro Nacht, je Yacht 12 Personen, je Person zwei Toilettenbesuche = 72 mal Schiet in die Bucht. Dies auf eine Saison hochgerechnet, ergibt eine extreme Belastung. Aus diesem Grund wurde die berühmte Bucht von Ölü Deniz (wörtlich: Totes Meer) für Gulets und Yachten gesperrt - dort findet kein Wasser-Austausch statt. Es wird von extrem hohen Strafen berichtet, wenn Fäkalientanks in Häfen oder Buchten abgepumpt wurden.

Fasten
Im Ramadan, dem 9. Monat des arabischen Mondkalenders, nimmt der Fastende von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang keine Speisen und Getränke zu sich; ebenso sind Rauchen und sexuelle Aktionen verboten. Der Beginn des täglichen Fastens wird auf den Dörfern frühmorgens durch einen Trommler und in den Städten durch einen Böllerschuss angekündigt; ebenso das Ende am Abend.

Feiertage Es gibt zwei grosse Feiertage in der Türkei, die das öffentliche Leben für jeweils für fast eine Woche lahmlegen: An die Fastenzeit (Ramadan) schliesst sich drei Tage lang das Zuckerfest an (Seker Bayrami), an dem sich Verwandte und Bekannte gegenseitig besuchen und mit Süssigkeiten beschenken. Das Zuckerfest ist Hauptfest des Jahres.

Das zweite grosse Fest der Türken ist das Kurban Bayrami, das Opferfest. Es wird etwa zwei Monate nach dem Zuckerfest begangen, am Tag der Pilgerfahrt nach Mekka. So wie an diesem Tag in Mekka die Hammel zur Erinnerung an das Opfer Abrahams (Ibrahim) geschlachtet werden, schlachtet man zu Hause ein Schaf. Die beiden grossen Festtage werden durch den Mondkalender bestimmt und liegen deshalb jedes Jahr elf Tage früher. Man erkundige sich vor seinem Törn genau über diese Feiertage, um nicht vor geschlossenen Banken zu stehen etc. An der Küste sind die Läden für Lebensmittel auch während der Feiertage geöffnet.

Fliegen Von fast allen deutschen, österreichischen und schweizer Flughäfen gibt es Flüge nach Istanbul, Izmir, Milas-Bodrum (= seit 1997 eröffnet), Dalaman und Antalya. Durch den neuen Flughafen Milas-Bodrum verkürzt sich die Anfahrt vom Flugplatz zur Gulet auf 1/2 Stunde (35 km). Folge des neuen Flughafens: Bodrum ist noch mehr zum Zentrum des Blauen Reise-Tourismus geworden. Wer will kann einen Stopover in Istanbul einlegen und dann direkt nach Bodrum weiterfliegen (nur mit THY). Zollfreie Einfuhr in die Türkei: 2 Stangen Zigaretten und 5 ltr. Alkohol pro Person.

Fluchen auf Türkisch. Für den Fall, dass man mal wie ein Einheimischer fluchen möchte, hier ein paar kräftige türkische Flüche zum Auswendiglernen: Dikkat et! = Achtung, pass auf! Demiri attigin yere dikkat etsene! = Pass doch auf, wo du den Anker hinwirfst! Aptal herif, dikkat etsene! = Idiot, pass doch auf! Eseklik etme! = Sei doch kein Esel! Salak misin? = Bist du blöd? Boktan bir hava! = Scheisswetter! Toz ol! = Verschwinde, wörtlich: Werde zu Staub! Lanet olsun ! = Verflucht noch mal! Und last, but not least: Tuh be! = So'n Mist!

Fischen von Bord aus. Im allgemeinen vergebliche Liebesmühe. Griechen und Türken haben zu lange mit Dynamit gefischt und die Brut vernichtet. Nur Revierkenner, die genau wissen bei welcher Geschwindigkeit, wo, welche Köder wie tief ausgefahren werden müssen, fangen noch gelegentlich Makrele, Thun oder kleine Schwertfische von Deckaus.

Fisch im Restaurant Immer vorher nach den Preisen fragen. Wer sich am Ende einer opuleten Fischmahlzeit über die Preise wundert, hat vergessen bei der Bestellung den Preis auszuhandeln. Kilo-Preise von bis zu umgerechnet Euro 60,- sind in Restaurants keine Seltenheit. Fisch ist knapp und nur sehr mühsam zu fangen. Die Nachfrage ist im Hochsommer höher als das Angebot. Vor allem bei hochwertigen Fischen wie Meeräsche, Zackenbarsch, Brassen etc.

Fischzucht Der grosse Boom an der türkischen Küste! Oft ohne staatliche Genehmigung. An vielen geschützten Plätzen haben sich Zuchtbetriebe mit ihren Plattformen verankert. Besonders im Golf von Güllük verbreitet. Viele sichere Ankerplätze sind dadurch für Gulets und Yachten verloren. "Gibt es frischen Fisch?" heisst übrigens "Taze balik var mi?"

Fotografieren Filme sind relativ teuer und sollten besser mitgebracht werden. Dagegen ist das Entwickeln und Abziehen in den Schnell-Labors oft günstiger als zu Hause. Frauen und ältere Menschen sollte man um Erlaubnis fragen, bevor man auf den Auslöser drückt. Militärische Anlagen und Einrichtungen sind tabu.

Gangway Wer an Bord einer Gulet gelangen will, muss die Gangway benutzen, da mit dem Heck zur Pier angelegt wird. Auf Yachten genügt meist ein Brett, welches das Heck mit der Pier verbindet und mit einer Leine am Heckkorb gesichert ist. Auf den höheren Gulets sind die Gangways stabil aus massivem Holz gebaut und immer mit einer beidseitigen Handreling versehen, die Halt gibt. Trotzdem kann es vorkommen, dass die Gangway beim Hochklettern schwankt. Keine Angst. Sie ist sicherer als es den Anschein hat. Ich habe noch niemals jemanden von einer Gangway fallen gesehen.

Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft haben in der Türkei uralte (Nomaden-)Tradition. Gäste brachten Neuigkeiten aus der fernen Welt ins Zelt, was ein wichtiger Grund für die Neugierde und Anteilnahme am anderen war. Daran hat sich nichts geändert, trotz Fernseher und die alten Traditionen verdrängendem Tourismus. Werden sie privat eingeladen, sollten Guletreisende aus den weniger gastlichen Nordländern eine Einladung nicht ohne triftigen Grund ausschlagen, andererseits die schöne Geste auch nicht übermassig strapazieren.

Geld/Devisen Der Abwertungsdruck auf die türkische Lira betrug in manchen Jahren bis zu 80%. Seit dem Crash im Frühjahr 2001 ist der Kursverfall etwas abgebremst. Man tausche keinesfalls in Deutschland, sondern erst unmittelbar nach Ankunft am Flughafen, der deutsche Kurs ist um rund ein Drittel ungünstiger als der Kurs im Land (ein Euro etwa 1.550.000 TL, Dezember 2002).

Klicken Sie hier, um den aktuellen Kurs Türkische Lira : Euro zu erfahren.







Am besten wechselt man in kleinen Wechselbüros (Change Office), die günstigere Kurse anbieten als die grossen Banken. Ausländisches Geld darf in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden. Kreditkarten, Euroschecks und Reiseschecks werden akzeptiert; man erkundige sich aber vorher. Wer länger im Land bleibt, kann sich z.B. bei der Yapi Kredi Bank ein Euro-Konto anlegen, von dem er jederzeit wieder Euro abheben kann. Überweisungen aus Deutschland auf ein solches Euro-Konto dauern in der Regel nicht länger als 48 Stunden.

Gesten/Gruss Die Türken sind Meister der kleinen, oft nur angedeuteten Geste. Eine sanft hochgezogene Augenbraue, ein leichtes Nicken des Kopfes, eine bestimmte Haltung der Finger und Hände, all dies sind Signale, die oft mehr sagen als tausend Worte.

Vom Gast wird nicht erwartet, dass er dieses Alphabet der Gesten kennt. Aber er sollte wissen, dass es sie gibt und wenn er aufmerksam beobachtet, wird er sie wahrnehmen. Wenn zum Beispiel jemand "abwinkt" (mit der Handfläche nach aussen), heisst dies keineswegs, dass er uns loswerden will, im Gegenteil: er winkt uns heran. Merhaba heisst so viel wie "Hallo", Günaydin Guten Morgen und Iyi günler Guten Tag. Iyi aksamlar heisst Guten Abend und Iyi bayramlar Gute Feiertage. Wenn man diese Grüsse beherrscht, hat man die ersten Sprachhemmungen bereits überwunden.

Getränke Ohne çay (sprich dschai) Tee geht gar nichts. Der kleine türkische kahve ist ein Genuss nach dem Essen. Einige türkische Weine sind gut, weil trocken. Aber Achtung: es gibt auch sehr süsse Sorten. Sek oder mindestens semi sek muss auf der Flasche stehen. Am häufigsten findet man: Villa Doluca, Kavak, Cankaya und Efes Günesi (weiss), Villa Doluca, Yakut, Dikmen und Doruk (rot) sowie Villa Doluca, Lal und Doruk (rose).

Alkoholische Getränke werden auf den Gulets nach Verbrauch (Strichliste) am Ende des Törns von der Mannschaft berechnet. Man lasse sich zu Törnbeginn die Preisliste zeigen, wenn diese nicht ohnehin an der Schiffsbar aushängt, um unliebsame Überraschungen am Ende der Reise zu vermeiden.

Haie Gab es angeblich in einigen wenigen Buchten mit trübem Wasser. Ich selbst habe in 17 Sommern noch keinen gesehen - bis auf ein paar kleine Hundshaie auf den Märkten. Auf offener See und in Buchten mit trübem Wasser würde ich dennoch nicht unbedingt baden. In Buchten mit klarem Wasser besteht keine Gefahr.

Halikarnas Balikçisi Çevat Sakir, genannt der Fischer von Halikarnassos, war ein Journalist aus Istanbul, der 1925 nach Bodrum in die Verbannung geschickt wurde. Er hatte in einem Artikel aufmüpfig gegen die Obrigkeit geschrieben. Der intellektuelle Grossstadtmensch entdeckte das Leben der einfachen Leute an der Küste und wurde ihr Dichter. Er schrieb 18 Bücher über die ägäische Küstenlandschaft, die Fischer, Schwammtaucher, Einsiedler und Dörfler, auch über die türkische Seeherrschaft auf dem "Mare nostrum" unter dem Banner der osmanischen Sultane.

Als er seine Arrestzeit "abgesessen" hatte, wollte er nicht mehr in die Stadt zurück. Mit Freunden mietete er ein Fischerboot und fuhr wochenlang durch die Buchten des Gökova-Golfes. Er gilt als der Erfinder der "Blauen Gulet-Reise", die so populär geworden ist. Mehr

Hali das türkische Wort für Teppich. Das Knüpfen ist eine sehr alte orientalische Handwerkskunst. Nomaden sollen bei sesshaften Völkern Mosaikböden kennengelernt und sich für sie begeistert haben. Sie übernahmen die Idee und passten sie ihrem nomadischen Lebensstil an (leicht zu transportieren). Schafe, Ziegen und Kamele lieferten das "Mosaik-Material", Wildfrüchte die Grundstoffe für die Farben.

Heute hat jede Region eigene Muster und Farbkombinationen. Die Teppiche werden nach dem Herstellungsgebiet (oder Ort) bezeichnet (Hereke, Sivas, Bergama). Schönheit und Haltbarkeit ergeben sich aus Material, Echtheit der Farben, Dichte der Knoten sowie Farb- und Musterkombinationen. Für Unkundige ein weites Feld, in dem man sich leicht verirren kann. Wer sich ein handgeknüpftes Stück aus der Türkei mitbringen will, sollte sich vorher kundig machen. Merke: Was Teppichhändler erzählen muss nicht immer stimmen.

Hamam Das türkische Bad ist eine der angenehmen Unterbrechungen eines Segeltörns. Die Massage gehört zum Pflichtprogramm. Auf dem Göbektasi, dem marmornen Massagestein, wird der Segelgast durchgewalkt, geknetet, verrenkt, verbogen... kein Körperteil bleibt ausgespart, bis die Knochen krachen. Hinterher entspannt man sich bei einem çay (Tee) und fühlt sich wie neu geboren.

Handeln "Wir sind im Orient, also muss gehandelt werden!" Stimmt nur zum Teil! Auf den Märkten, wo Bauern aus der Umgebung ihre Kartoffeln, Tomaten und Zucchini anbieten, wird grundsätzlich nicht gehandelt. Die Preise sind Festpreise. Gleiches gilt für alle Lebensmittel. Wer beim bakal (kleiner Lebensmittelladen) oder im Supermarkt handelt, macht sich nicht nur lächerlich, sondern auch noch unbeliebt: er stört den Ablauf. Ganz anders bei Gold, Silber, Teppichen und "touristischen Klimbim", auch bei Textilien auf den Märkten je geduldiger, um so erfolgreicher. Im Restaurant kann man nach den Preisen (insbesondere von Fisch) fragen und dann handeln. Oder wieder gehen.

Han grosse "Lagerhäuser", die früher am Rande der Bazare als Karawanenstationen erbaut wurden mit Innenhöfen und umlaufenden Arkaden. Prächtig ist das restaurierte Han in Kusadasi, in dem sich heute das Hotel "Club Caravansérail" befindet. Auch das Han in Çesme und das in Bodrum sind sehenswert.

Helva Massive Süssigkeit aus Sesam und Pistazien. Schwarzmeer-Kapitäne schwören darauf, dass Helva mit Zitronensaft beträufelt vor Seekrankheit schützt.

Hitzefrei Juli und August sind die wirklich warmen bis heissen Monate an der Küste. Aber man kann ausweichen, ohne gleich ans Schwarze Meer fahren zu müssen. 1. Man meide grundsätzlich den Süden ab Marmaris. Von Bodrum ab nordwestwärts ist es allemal kühler als im Golf von Fethiye und bei Kas, Kekova und Antalya. 2. Hitzefrei sind alle Buchten und Häfen an Küstenabschnitten, auf die der Wind vom Meer ohne Landbrücke weht oder auch weit vorspringende Kaps wie Knidos oder westlich von Didim/Altinkum (= Çukurculuk Limani).

Sollten Sie im Juli oder August buchen müssen (z.B. wegen der Schulferien), bitten Sie die Agentur bzw den Kapitän eine "hitzefreie" Route zusammenzustellen.

Henna Das Einfärben von Händen und Füssen ist ein altes Glücks-Zeremoniell bei Hochzeiten auf dem Land, die immer mehrere Tage dauern. Das rötlich-braune Pulver wird mit Wasser zu einer Paste verarbeitet. Diese wird dann auf die Handflächen und Füsse der Braut aufgetragen. Die helfenden Frauen bestreichen ebenfalls ihre rechte Handfläche mit Henna und lassen die Farbe über Nacht in in die Haut einziehen.

Kaptan ist das türkische Wort für Kapitän. Lokanta- oder Restaurant-Besitzer in den Buchten und kleinen Orten sprechen die Kapitäne der Gulets gerne mit "kaptan" an, um ihnen ihre Hochachtung auszudrücken. Das führt jedoch nicht dazu, dass der Kaptan seine Gäste an Land ins Restaurant schickt - an Bord wird meist besser gekocht und der Kaptan weiß auch genau wie frisch die Zutaten sind.

Kebap/Döner kebap
Kebapssind Fleischspiesse oder Hackfleischspiesschen vom Holzkohlengrill. Berühmt und mit der türkischen Küche schlechthin identifiziert wird auch der Dönerkebap, bei dem in dünne Scheiben geschnittenes Rind- oder Lammfleisch auf einen senkrechten Spiess gesteckt werden, der sich vor einer Feuerstelle dreht. Schweinefleisch wird nicht gedreht, da Moslems der Genuss von Schweinefleisch bekanntlich verboten ist. Eine beliebte Variante des Döner kebap ist Iskender kebap mit Yoghurt, Fladenbrot und einer scharfen Tomatensosse.


Kirchen/Klöster Die Küste gehörte früher zum Byzantinischen Kaiserreich. Gulet-Reisende finden deshalb in vielen Buchten die Ruinen von byzantinischen Kirchen, Klöstern und Kapellen. Meist an Orten, die von Land kaum zugänglich sind, da es keine Strassenverbindungen gibt. Die interessanteste christliche Stätte aus dieser Zeit ist auf der Insel Gemiler südöstlich von Fehtiye zu finden, wo man noch farbige Fresken in den Gewölben der Kirchenruinen bestaunen kann.


Kleidung Das sollte selbstverständlich sein: Herumlaufen mit freiem Oberkörper oder im Badeanzug in Orten ist nicht nur geschmacklos, sondern grundsätzlich nicht möglich. Dennoch sieht man immer wieder dicke Bierbäuche über tiefhängenden Hosen und behaarte Männerbrüste. Dies hat nichts mit Freizügigkeit zu tun, sondern mit Kultur.

Abgesehen davon kann allzu lockere Kleidung, insbesondere bei Frauen als sexuelles Angebot missverstanden werden. Die Bevölkerung ist wieder mehr im Islam verwurzelt, auch viele Einheimische in den Touristenzentren. Mit Rücksicht auf sie und in den Feldern und Olivenhainen arbeitende Frauen und Mädchen würde ich in den Buchten auch aufÕs Nacktbaden verzichten.

Beim Betreten einer Moschee beachte man die Vorschriften: Kopfbedeckung für Frauen, keine entblössten Oberarme, keine kurzen Hosen beziehungsweise Röcke; Schuhe ausziehen. Segler brauchen im April und Mai sowie im Oktober und November auf jeden Fall Pullover und komplettes Ölzeug. Von Juni bis September genügt eine wasserdichte Wind- oder Öljacke gegen Spritzwasser. Wichtig ist die Kopfbedeckung gegen die starke Sonne und eine gute Sonnenbrille.


Klima Im Juli und August wird es bis zu 35° (mit unter 40°) warm. Der vorherrschende Sommerwind aus Nord- bis Nordwest, der berüchtigte Meltemi, bringt nicht nur kräftige Segelbrisen, sondern auch "AbkühlungÒ.

Typisches Mittelmeerklima mit Regen und Gewittern gibt es in den kühleren Monaten von Mitte Oktober bis Anfang Mai, dazu häufige Südwinde, teilweise als Südoststurm. Im Sommer kommt nur ganz selten einmal der Wind aus südlichen Richtungen. Sommergewitter keine, dafür um sehr mehr im November und März.

Im April/Mai ist das Land grün, aber das Meer noch kühl. Das Wetter wechselt von Sonne zu Regen und wieder zu Sonne. Im Herbst (September/Oktober) ist das Meer warm, aber das Land von der Sommerhitze braun und verdorrt. Erste Regenschauer ab Mitte Oktober, die aber nur kurz dauern und hinterher um so schöneres Wetter bringen.

Wenn man nicht auf die Ferienzeiten angewiesen ist, sind die besten Guletmonate Mai/Juni und September/Oktober.

Wer in den Ferien reisen "mussÒ, kann nach Norden ausweichen, also von Bodrum aus nordwärts: dort ist es kühler als im Süden. Im Frühjahr oder Herbst empfiehlt sich das Revier zwischen Bodrum und Antalya, im Sommer wegen der Hitze (und der vollen Buchten) der Norden zwischen Bodrum und Ayvalik (oder sogar bis zum Marmarameer und nach Istanbul hinauf). Die türkische Südküste (ab Golf von Antalya) ist im Sommer eindeutig heisser als die Ägäis; die Winde sind schwächer, Gewitter sogar im Sommer möglich.


Knoblauch gehört zur türkischen Küche wie das Salz zum Brotteig. Viele türkische Gerichte brauchen dieses stark riechende, in Asien beheimatete Gewürz- und Heilpflanze. Wer viel Knoblauch à la Turk isst, erkrankt weniger an Arteriosklerose und hohem Blutdruck.


Küstenwache Die Besatzungen der grauen Boote der türkischen Küstenwache (Erkennungszeichen: orangefarbener Schrägstreifen am Rumpf und Aufschrift SAHIL GÜVENLIK) kontrollieren freundlich, aber bestimmt - nicht nur ausländische Yachten, sondern auch einheimische Gulets. Dabei werden nicht nur Schwimmwesten und Lifebelts pro Mitsegler, Rettungsinseln und Rettungskragen am Heck (mit intakten Nachtlampen) auf aktuelle Wartung bzw. Tauglichkeit überprüft, sondern auch falls nicht vorhanden fehlende Rotlichter im oberen Mast (zu setzen bei Manöverierunfähigkeit), Radarreflektor, Ankerball und akustische Signalgeber reklamiert. Kapitäne, deren Schiffe nicht dem Checklisten-Standard entsprechen, werden höflich angehalten, ihre Ausrüstung zu ergänzen.

Die Küstenwache ist auch bei Seenotfällen zuständig.

Ladenschluss gibt es nicht. In den Sommermonaten hat Migros rund um die Uhr geöffnet. Andere schliessen zwischen 22 und 23 Uhr. Auf den Gemüsemärkten in den Küstenstädten kann man morgens um 1/2 4 Uhr Äpfel kaufen. In den Grosssstädten allerdings sind am Sonntag die Geschäfte in den grossen Einkaufsstrassen geschlossen. Der bakkal um die Ecke, der unserem Tante Emmaladen entspricht, hat bis spät in die Nacht auf.


Leihwagen In allen Touristenorten gibt es Vertretungen von Avis, Hertz, europcar und interRent. Die Wagen sind türkische Lizenzprodukte von Fiat, Renault, Ford oder japanische Wagen zu europäischen Preisen. Man kann also zum Beispiel am Flughafen in Izmir bei Avis einen Fiat-Dogan mieten und in Kusadasi oder Bodrum wieder abgeben.


Leuchtfeuer sind auf den türkischen Seekarten als lilafarbener Punkt eingezeichnet. Leuchtfeuer heisst fener. Die Feuer an der Küste sind zuverlässig und werden regelmässig gewartet. Ich habe bisher noch kein ausgefallenes Feuer erlebt. In Griechenland dafür schon viele.


Literatur Peter Kleinoth: "Türkische Küste aus der LuftÒ zum Appetitmachen, Gerd Radspieler: "Türkische KüsteÒ detaillierte Beschreibung der Küste mit Hafen- und Buchtenplänen (beide Delius Klasing, Bielefeld), Andrea Horn/Wyn Hoop: "Türkische Küste/Ostgriechische InselnÒ, "Durch die Nordägäis nach IstanbulÒ und "Östliches Mittelmeer bis ZypernÒ ausführliche Buchten- und Hafenpläne (alle drei Edition Maritim, Hamburg). Weitere Literatur über das Land und seine Geschichte in den einschlägigen Bibliotheken, im Buchhandel und beim Buchversender im Internet.


Lodos Der Südsturm der Ägäis; er beginnt mit SE und endet mit SW. Der erste Lodos überfällt die Küste meist Anfang Oktober und wütet dann im Feld der ahnungslosen Yacht-Charterer. Die türkischen Gulet-Kaptiäne kennen sich besser aus und suchen rechtzeitig geschützte Buchten und Häfen auf.

Sind die sommerliche Hitze über dem Balkan und das relative Tief über dem östlichen Mittelmeer - die Auslöser für den berüchtigten Sommerwind Meltemi - im frühjahr noch nicht aufgebaut oder im Herbst nicht mehr wirksam, kann es über Nacht zu völlig anderen Wetterlagen kommen. Ein Tief, das über die nördliche Ägäis ostwärts wandert, bringt Bewölkung und warme Südwinde mit sich, die sich innerhalb kurzer Zeit zu Sturmböen auswachsen können.

Wenn der Kaptan plötzlich die Route ändert, dann kann dies im Frühjahr und Herbst genau mit einem aufziehenden Lodos zu tun haben. In diesem Fall können die Gäste nicht darauf bestehen, bestimmte, unter Umständen gefährdete Plätze anlaufen zu können. Sicherheit von Gästen, Mannschaft und Schiff geht in jedem Fall vor.

Marinas Die türkische Tourismus-Ministerium hat den Yachttourismus bereits vor 15 Jahren auf der Liste der förderungswürdigen Einrichtungen an die erste Stelle gesetzt. Entsprechend wurden Marinas durch staatliche Organisationen (Turizm Bank, Kennwort Turban im Namen) und durch private Unternehmer gebaut. Einige dieser privaten Marinas sind beispielhaft für das ganze Mittelmeer was Organisation, Service und Sauberkeit betrifft. Interessierte finden hier die Namen und Adressen aller wichtigen Marinas von Istanbul bis Antalya: siehe Marinas

Öffentliche Häfen, die von den Gemeinden betrieben werden und sich Marinas nennen (ohne jedoch deren Sandard zu bieten) gibt es in folgenden Orten: Çanakkale, Dikili, Cesme, Sigacik, Iassos, Güllük, Palamut, Datca, Bozburun, Icmeler/Marmaris, Kalkan, Kas, Alanya, Bozyazi und in Girne auf Zypern.


Märkte Die bunte Pracht ist eine Augenfreude: Einmal in der Woche kommen die Bauern der Umgebung in die Küstenorte und bieten ihre Produkte an. Berge von Kohl, Lauch, Auberginen, Kartoffeln, Tomaten je nach Jahreszeit. Eimer voll Joghurt, Schafskäse, Oliven, Tomatenmark, eingelegtes Gemüse, lebende Hühner, Schafe... es geht echt orientalisch zu. Da die Wochenmärkte routieren (jeden Tag ziehen die Bauernhändler woanders hin), erkundige man sich vor Ort, wann wo Wochenmarkt ist und richte den Törn so ein, dass man zum Markttag im richtigen Hafen anlegt.


Meerschaum
das weisse Gold, gibt es nur selten auf der Erde. 60 Meter unter der Erde beim Dorf Yakaboysu (Nähe Eskisehir) wird er geborgen. Beim Abbau ist er weich wie Seife, wird in Wasser gelagert und lässt sich gut verarbeiten. Erst beim Trocknen gewinnt er seine Festigkeit. Zigarettenspitzen und phantasievolle Pfeifen mit Sultans- und Piratenköpfen werden vor allem für den amerikanischen Markt angefertigt. Ein hübsches Souvenir für Pfeifenraucher.


Meltemi - Meltem Der ägäische Nordwind, der je nach geografischer Länge, auch aus Nordwest bis Nordost kommen kann, weht normalerweise von Mitte Juni bis Mitte September. Auslöser ist das stationäre Sommerhoch über dem Balkan und ein Tief über dem östlichen Mittelmeer (ausgelöst durch das sommerliche Luftdruckgefälle zwischen Gibraltar und Suez). In der Antike nannten sie diesen Wind Etesien. Der heutige Name ist vom italienischen Beltempo abgeleitet: bel tempo = schönes Wetter, also Wind des schönen Wetters. Daraus wurde im Lauf der Jahrhunderte und im Mischkauderwelsch der Seemannssprachen: Beltem und schliesslich Meltem bzw. im Griechischen: Meltemi.


Mezeler Gut die Hälfte eines Abendessens kann man mit den türkischen Vorspeisen (mezeler) verbringen, den unzählbaren, kalt servierten Leckereien aus Gemüse, Yoghurt, Leberstückchen, gefüllten Weinblättern, mit Schafskäse gefüllten Blätterteigröllchen, viel Salaten, einschl. Krabben- und Tintenfisch-Ouvertüren wie sie im Orient vom Kauksus bis nach Arabien üblich sind.


Minibus/Dolmus
Eine sinnvolle Einrichtung: statt grosser Busse fahren kleine häufiger und stellen die Verbindung zwischen Vororten und Stadtzentren oder im Nahverkehr her. Sie fahren entweder nach festem Fahrplan oder wenn sie voll sind. Die Preise sind für unsere Verhältnisse niedrig. Für die Strecke Düsseldorf - Krefeld zahlt man umgerechnet Euro 1.50.


Mücken Gibt es, aber nur da, wo es stehendes Süsswasser gibt. Dies ist entweder bei Sumpfgebieten der Fall oder da, wo alte bäuerliche Zysternen zum Sammeln von Regenwasser (weisse runde Kuppelbauten, sarniç genannt) in Orten oder an Feldrändern stehen. Autan oder ähnliche Mittel sollten für alle Fälle im Reisegepäck sein.


Müll Ein ungelöstes Problem. Auf kleinen Schiffen wird der Müll in Säcken gesammelt und allzuoft immer noch in der nächsten Bucht hinter einem Oleanderbusch versteckt. Fliegen und Ratten sind die Folge. Von der optischen Verschmutzung der "sauberenÒ Küste ganz zu schweigen.

Doch es gibt Kampagnen, die Bewusstsein schaffen sollen. Die Bodrumlu Gönüllüleri organisieren zum Saisonende in jedem Oktober eine von Presse und Fernsehen unterstützte Fahrt in den Golf von Gökova mit 20 bis 25 Gulets und bis zu 200 freiwilligen Helfern aus allen Teilen des Landes, insbesondere jungen Studenten von den Universitäten, die Bucht für Bucht von den Müllsäcken und die Ufer von angeschwemmten Plastik befreien. Der Müll wird mit einem eigens konstruierten Schiff nach Bodrum auf die Müllhalde gebracht. In sieben Buchten wurden Müllhäuser zum Sammeln des Schiffsmülls eingerichtet.


Murings In den letzten Jahren haben einige Restaurantbetreiber in den Buchten erkannt, dass Yachtskipper leichter zum Restaurantbesuch zu "ködernÒ sind, wenn man ihnen eine bequeme Muring anbietet. Im Schnellverfahren wurden oft über Nacht und ohne Genehmigung "MuringsÒ ausgelegt, denen man nur bei Windstille trauen darf.


Es wurden schon Yachten beobachtet, die mit ihrer Muring im Schlepp aus der Bucht hinaus auf die schäumende See trieben. Wenn der Gulet-Kapitän partout nicht an einer solchen Restaurant-Muring festmachen will, dann hat das nicht nur damit zu tun, dass er das Restaurant meiden will, sondern auch mit der Sicherheit für Schiff, Gäste und Crew.


Museen
An der türkischen Küste gibt es mehr antike Hafenstädte als irgendwo sonst im Mittelmeer schliesslich hat hier die abendländische Kultur ihren Ursprung. Alle antiken Stätten sind im Sommer geöffnet, es sei denn, es wird gerade gegraben, dann sind Teilbereiche abgesperrt und nicht zugänglich.

Troja, Pergamon, Ephesus, Milet, Didyma, das Kastell von Bodrum und das Mausoleum, Kaunos und Myra haben offizielle Besuchszeiten, und man zahlt Eintritt. Ausgrabungen wie Teos, Iassos, Knidos, Patara sind frei zugänglich und werden nur von einem einzigen Aufseher (Uniform und Schirmmütze mit der Aufschrift Müze (Museum) bewacht. Diese Leute verdienen im Monat unglaublich wenig und müssen davon Frau und Kinder über die Runden bringen.

Wenn diese Wächter mit ihren bescheidenen Sprachkenntnissen die Besucher durch die Ruinen führen, so tun sie dies nicht, weil dies ihre Aufgabe ist, sondern weil sie sich ein Zubrot verdienen müssen. Wer da von Bakschisch-Mentalität spricht, wenn "MüzeÒ am Ende eines zweistündigen Rundgangs um eine kleine Anerkennung bittet, der hat die sozialen Probleme des Landes, in dem er spielend für ein Abendessen den ganzen Monatslohn eines einheimischen Lehrers auszugeben bereit ist, nicht verstanden. Angemessen ist ein Trinkgeld von umgerechnet zwei bis drei Euro und ein paar freundliche Worte des Dankes.


Nachtfahrten
werden von Guletscrews nur gemacht, wenn man am nächsten Tag unbedingt irgendwo sein muss. Die Nachtruhe ist heilig. Allerdings kann es öfter vorkommen, dass morgens um 5 schon die Ankerkette rattert. Dann rechnet der Kaptan mit Starkwind und will die Gäste zum nächsten Ankerplatz bringen, bevor der Wind so richtig mit Krawall einsetzt. Dagegen sollte man sich nicht stellen, denn es dient dem eigenen Wohlbefinden..


Nasreddin Hoca
Der türkische Eulenspiegel trägt einen langen, weissen Bart, einen riesengrossen Turban und sitzt verkehrt herum auf einem Esel. Vermutlich lebte er im 14. Jahrhundert. Dem als grausam bekannten Mongolenherrscher Timurlenk soll er klug und ohne Furcht entgegengetreten sein. Bekannt für seinen Witz ist folgende Geschichte: Hoca stand mit einem Yoghurt an einem See und versuchte aus dem See Yoghurt zu machen. Die Leute schüttelten die Köpfe und sagten: ãDas klappt doch nicht, Hoca.Ò Aber Nasreddin liess sich nicht abbringen und sagte nur: ãAber wenn...!Ò


Pastirma
Türkisches Räucherfleisch, unserem Schinken ähnlich, jedoch nicht vom Schwein(!), sondern vom Rind, und sehr scharf mit Paprika gewürzt. WerÕs mag, wird es nicht mehr missen mögen.


Post
In jedem Ort gibt es Postämter (PTT), die auch für Telefon und Telegrammdienst zuständig sind. Die Hauptpostämter haben von 8.00 bis 24.00 Uhr geöffnet, sonntags von 9.00 bis 19.00 Uhr. Briefmarke heisst übrigens pul.


Poyraz
ist der heisse Sommerwind aus Anatolien, der aus Nordost über die Küste auf das Meer weht und das Leben oft tagelang unter seinem Atem zum Erliegen bringt. Gegen ihn hilft nur Geduld und ein Schwimmbad oder eine Bucht, in die man sich versenken kann.


Pumpenhosen
sind nicht etwa Hosen, die man auf ãPumpÒ kauft, sondern "salvars", typisch türkische Hosen mit weitem, tiefhängenden Schritt und unten zugebunden. Man findet sie auf allen Stoffmärkten in blumenbunten Farben oder in engen Strassen beim Schneider, der sie in wenigen Stunden massgenau näht.


Radar
Siehe Nebel. Kommt an der türkischen Küste im Sommer so gut wie nicht vor. Allenfalls von November bis März kann man an feuchten Tagen mit Südwindlage auf vereinzelte Nebelfelder stossen. Erst ab Marmarameer und Bosporus und vor allem an der Schwarzmeerküste kann Nebel vorkommen.


Ramazan
Von Deutschen falsch als "Ramadan" bezeichnete Fastenzeit nach dem Mondkalender. Endet mit dem Sekerbayrami - Zuckerfest siehe Feiertage.


Rechnungen
Vor allem in Fischrestaurants sollte man sich vorher den Fisch zeigen lassen und nach dem Preis fragen. Sonst kann es schon mal passieren, dass ein willkürlich festgesetzter Preis verlangt wird. Es soll schon vorgekommen sein, dass Crews den gezeigten Fisch fotografierten, um für spätere Reklamationen gewappnet zu sein. Dies ist übertrieben. Aber klare Absprachen sind manchmal unerlässlich.


Regatta
An der türkischen Küste findet jedes Jahr im Oktober zum Saisonabschluss der Bodrum Cup, eine Regatta der Gulets statt. Weitere Einzelheiten hier


Reiseleiter
Meist erkunden Guletreisende Land und Leute auf eigene Faust, allenfalls durch Tipps vom Kaptan oder der Crew gesteuert. Dies mag in der Regele genügen. Wer jedoch tiefer in die antiken Stätten oder das türkische Leben einsteigen will, der braucht einen türkischen Freund oder einen Reiseleiter. Es gibt Reiseleiter, die sich auf das Mitfahren auf Gulets spezialisiert haben. Wer Interesse hat, melde sich beim Gulet-Berater: klick

Religion
In letzter Zeit gewinnt die islamische Bewegung Stimmen, was u. a. auf die sozialen Probleme im Land zurückzuführen ist, nicht aber die tatsächliche Stimmung der Bevölkerung widerspiegelt. Zwar sind 95 Prozent der Türken Moslems (oder Muslime und nicht Mohammedaner), aber die Mehrzahl nimmt es mit den Gesetzen des Koran nicht so genau. Das auf Atatürk eingeschworene Militär wird eine fundamentalistische Gesellschaft wie in Algerien oder im Iran mit allen Mitteln verhindern.

Runterhandeln
Inzwischen ist es eine Art Volkssport geworden, die Preise der Guletanbieter im Pingpong-Verfahren runterzuhandeln. Das Faxgerät und das Internet machenÕ s möglich. Natürlich ist es leicht mit dem Preis von Agentur A zu Agentur B zu gehen und zu sagen: ãWenn ihr dieses Angebot unterbietet, buche ich bei euch!Ò

Um den Kunden nicht zu verlieren, unterbietet B den Preis, worauf der Kunde Agentur C anschreibt und das Spielchen weitertreibt. Die Folge von solchen unseriösen Praktiken ist, dass über kurz oder lang eine Verschlechterung von Service und Qualität der angebotenen Gulets eintritt. Denn irgendwo muss der Preisnachlass ja aufgefangen werden. Der verzweifelte Kaptan C kürzt seinen Personaletat, sprich er schmeisst jemanden raus oder nimmt weniger qualifizierte Leute und schon funktioniert alles nicht mehr richtig.

Die Beschwerden über den Zustand von Charteryachten in Griechenland zum Beispiel haben ihre Ursache genau in diesem Volkssport. Wer die Preisspirale nach unten quetscht, darf sich nicht wundern, wenn bei seiner nächsten Tour nicht nur der Kühlkompressor den Geist aufgegeben hat, sondern auch die Toilettte, der Kompass und das Echolot.


Schildkröten
Am Strand bei Dalyan ist einer der wenigen Brutplätze der Meeresschildkröte Caretta caretta im östlichen Mittelmeer. Seit dort durch türkische Umweltschützer der Bau einer grossen Hotelanlage verhindert wurde, wollen immer mehr ausländische Gäste genau dort ankern, um die Schildkröten aus näch